Nachdem wir uns durch die Umfrage ein paar erste Gedanken über die Mitarbeiter der Hotellerie gemacht haben, lernen wir in diesem Halt einen Hotel-Neuling kennen, dem „die Hotellerie quasi schon mit der Muttermilch eingeflößt wurde“.

Friederike über ihr Leben als Hotelsprössling

FRIEDERIKE wuchs, durch ihre Familie, in der Hotellerie auf und macht gerade ihren Bachelor in Hotelmanagement

Ich würde sagen, dass mir die Hotellerie quasi schon mit der Muttermilch eingeflößt wurde. Meine ganze Familie, mütterlicher- und väterlicherseits, kommen aus der Hotel und Gastronomie Branche. Auch, wenn meine Eltern nie darauf gepocht haben, sondern mir alle Freiheiten gelassen haben, stand für mich sehr früh fest, dass meine Karriere in der Hotellerie stattfinden wird. Als kleines Mädchen bin ich schon durch das Restaurant meiner Eltern gerannt, habe die Gäste unterhalten und hatte unglaublich Spaß daran, neue Menschen kennen zu lernen und Teil ihres Abends zu sein.

 

Genauso begeistert und einsatzfreudig ging sie ihre Berufsausbildung an, und hat viele Arbeitserfahrungen gesammelt.

Ich habe schon früh angefangen im Hotel meiner Eltern zu arbeiten, sei es in der Küche oder im Restaurant. Während meiner Schulzeit habe ich zusätzlich noch das ein oder andere Praktikum gemacht; auch mal außerhalb der Hotellerie. Nach meinem Abitur habe ich dann eine Hotelfachfrau- Ausbildung in Hamburg gemacht und bin danach für 2 Jahre nach London gegangen. In London habe ich als Rezeptionist in einem sehr luxuriösem 5 Sterne Hotel angefangen und wurde nach ca. 10 Monaten zur Schichtleiterin befördert. Nach London ging es für mich dann nach Bad Honnef zum Hotelmanagement Studium, welches ich im September beenden werde.

 

Momentan studiert sie an der IUBH Bad Honnef und ist im 4. Semester, ihrem letzten Semester.

 Für mich war es wichtig, nach meinem 2 jährigen Aufenthalt in London, erstmal wieder in Deutschland zu sein., bzw. nah an Deutschland. Zudem, da ich bei Studienbeginn schon 24 Jahre alt war, wollte ich Hotel Management im sogenannten „Fast-Track Programm“ studieren. Nachdem ich das für mich beschlossen habe, habe ich mich viel mit anderen Menschen aus der Hotelbranche unterhalten und wurde somit aufmerksam auf die IUBH.

 

„Wie sieht ihr langfristiger Berufswunsch aus?“ Ich habe mich gefragt, ob Friederike irgendwann einmal ein eigenes Hotel leiten möchte, oder das, ihrer Familie, übernehmen möchte.

Das ist eine sehr knifflige Frage. Auf der einen Seite, ist mein langfristiges Ziel Hoteldirektorin eines sehr gehobenen 5 Sterne Hauses zu werden. Jedoch, auf der anderen Seite, gibt es ja auch noch das Hotel meiner Eltern, welches ich übernehmen kann. Eine klare Antwort kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geben. Generell kann ich sagen, dass es mein Wunsch ist, entweder Hoteldirektorin eines 5 Sterne Hotels zu sein, oder Hoteldirektorin und zudem Eigentümerin des Hotels unserer Familie.

 

 

„Inwiefern wirst du in das Hotel deiner Familie involviert und seit wann?“

Seit wann ist wirklich schwer zu sagen, ich würde sagen seit immer. Da ich auch im Hotel aufgewachsen bin, meine Familie im Hotel gewohnt hat, habe ich schon früh mit angepackt. Als Kind natürlich nur so als Spaß, um dabei zu sein und, weil ich den ganzen Trubel gemocht habe. Der Ernst des Lebens hat mit ca. 16 Jahren angefangen, dann bekam ich feste Schichten bzw. Zeiten am Wochenende, wann ich arbeiten durfte. Ich habe viel im Service im Restaurant gearbeitet, aber manchmal musste ich auch an die Spüle in der Küche. Mein Nebenjob war eben einfach Zuhause, ich war ganz normal angestellt als Aushilfe. Auch heute helfe ich noch Zuhause, z.B. an Silvester oder einfach, wenn mal Not am Mann ist.

 

Besonders schön zuhören ist es, dass Friederike selbst sagt, dass sie arbeitete, wann sie „durfte“. Diese Aussage bringt nicht nur ihren Ehrgeiz zur Geltung, sondern auch ihr großes Interesse an der Branche.

Wir, von der Agentur ProFact, wünschen, dass sie ihre positive Einstellung behält und so weitermacht!

In unserem nächsten Halt unserer Reise, „vom Hotel-Neuling zum erfolgreichen Hotelkonzept“, bleiben wir bei Friederike. Wir werden einen Einblick in ihre berufliche Karriere und ihr Studium bekommen. Was sind ihre Gedanken über das Studium, nachdem sie seit kleinauf mit der Branche zu tun hat?